Vorankündigung: TikTok Challenge

TikTok macht immer wieder Schlagzeilen: Sei es in Bezug auf den schlechten Datenschutz, die Verbreitung von Fake News oder die engen Filterblasen, in die Menschen hineingeraten können. Zugleich sind viele Jugendliche und auch Erwachsene begeistert von den Möglichkeiten, die die Plattform bietet. Wenn wir Lebensweltorientierung und medienpädagogische Verantwortung ernst nehmen, müssen wir uns in der außerschulischen Arbeit mit Jugendlichen mit der Plattform auseinandersetzen.
Deshalb freuen wir uns, dass wir Anfang 2025 die Fortbildungsreihe „The TikTok Challenge“ anbieten können. Als Referentin konnten wir Nele Hirsch von ebildungslabor gewinnen. Das Projekt wird finanziell gefördert vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein und dem Digitalministerium des Landes SH. Weitere Informationen zum Angebot folgen demnächst. Wenn Sie weitere Informationen zum TikTok Challenge und als erste den Anmeldelink erhalten wollen, tragen Sie bitte Ihre Kontaktdaten in das Formular unten ein.

Auftaktveranstaltung: Ein gelungener Start in das neue Freiwilligenjahr

Auftaktveranstaltung: Ein gelungener Start in das neue Freiwilligenjahr

Unter dem Motto „Ideen starten mit dir“ wurden die 124 neuen Freiwilligen der Formate FSJ Kultur, FSJ Politik und FSJ Schule in Schleswig-Holstein mit einer Veranstaltung im Hohen Arsenal in Rendsburg herzlich willkommen geheißen.

Neben den neuen Freiwilligen sowie ihren Begleiter*innen aus den Einsatzstellen, haben auch jugendpolitische Sprecherinnen aus den Landtagsfraktionen und Mitarbeitende des Landes Schleswig-Holstein teilgenommen.

Die anderthalbstündige Feier wurde traditionell von ehemaligen Freiwilligen gestaltet, die gerade ihr FSJ oder BFD abgeschlossen haben. Sie kreierten ein vielfältiges, kreatives und informatives Bühnenprogramm, das aufzeigte, wie sehr ein Freiwilligendienst sowohl persönlich bereichernd als auch gesellschaftlich relevant ist.

Die neuen Freiwilligen erwartet ein Jahr voller Kreativität, neuen Lernens sowie die Möglichkeit sich auszuprobieren und zu organisieren. Leider können wir als Träger der Freiwilligendienste Kultur & Bildung diesen Jahrgang 15 engagierten jungen Menschen weniger diese Möglichkeit bieten aufgrund der Kürzungen auf Bundesebene.“ berichtet Christian Schmidt-Rost, Geschäftsführer der LKJ SH e.V. Wie auch im vergangenen Jahr wurden die Feierlichkeiten auch von Gesprächen über die angekündigten Kürzungen und die steigenden, nicht gegenfinanzierten Kosten begleitet.

Vielfalt im Ganztag gestalten

Vielfalt im Ganztag gestalten

Begrüßungsrede von Dr. Christian Schmidt-Rost anlässlich des Parlamentarischen Abends am 19. Juni 2024 (Text als pdf)

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin,

sehr geehrte Damen und Herren Landtagsabgeordnete,

sehr geehrte Staatssekretärin Dr. Stenke,

sehr geehrter Staatssekretär Wendt,

sehr geehrter Staatssekretär Albig,

liebe alle, die Sie bereit sind, sich für die ganztägige Förderung von Grundschulkindern einzusetzen,

wir freuen uns sehr, Sie heute zur gemeinsamen Abendveranstaltung im Schleswig-Holsteinischen Landeshaus begrüßen zu dürfen, obwohl die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Herren ein EM-Spiel bestreitet. Der heutige Abend ist ein besonderer, weil er von über 20 Verbänden, Organisationen und Netzwerken aus verschiedenen Feldern gemeinsam erdacht wurde und somit eher nicht in klassische Veranstaltungsraster passt. Sie fragen sich vermutlich:

  • Wie hat diese heterogene Gruppe zusammengefunden?
  • Was ist das Ziel dieser Veranstaltung?
  • Und warum hat die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein oder kurz LKJ SH e.V. die Koordination übernommen?

Gerne möchte ich Ihnen diese drei Fragen kurz beantworten.

Lassen Sie mich mit der für mich einfachsten Frage beginnen.

Warum hat sich die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V. bereit erklärt die Koordination des heutigen Abends zu übernehmen?

Es sind zwei zentrale Gründe: Erstens, Ganztag kann sich für die außerschulische kulturelle Bildung in Schleswig-Holstein zu einer Chance oder einer Bedrohung entwickeln. Wir wollen es so mitgestalten, dass es eine Chance wird. Zweitens, als LKJ SH sind wir es gewohnt in heterogenen Bündnissen zu arbeiten. Denn wir sind das Dach der verschiedenen Spartenverbände und landesweit aktiven Organisationen der kulturellen Bildung. Von außerschulischen Bildungsstätten über Filmpädagogik, Literatur & Leseförderung, Kunst und Musik in allen erdenklichen Variationen, Spielmobil-Arbeit, Tanz, Theater bis zu Zirkus ist alles dabei. Durch diesen bunten Strauß haben wir gelernt auch zwischen auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Strukturen nach gemeinsamen Interessen zu suchen. Zudem tragen wir zwei Angebote, die nur in Bündnissen funktionieren: Die Koordination der Freiwilligendienste Kultur und Bildung und die Servicestelle „Kultur macht stark“ Schleswig-Holstein. Bei den Freiwilligendiensten müssen wir die Interessen von landesweit gut 130 Einsatzstellen aus den Bereichen Kultur, Politik und Schule, mit den Interessen der Freiwilligen, der Förderer und des bundesweiten Trägerverbunds in Einklang bringen. Die Servicestelle „Kultur macht stark“ Schleswig-Holstein berät Organisationen, die in einem Bündnis mit zwei weiteren Partnereinrichtungen beispielswiese Projekte der kulturellen Bildung im Ganztag mit Bundesmitten finanzieren wollen. Kristin König, die heute auch anwesend ist, berät Sie gerne dazu. Gemeinsam ist unseren Angeboten und den Angeboten unserer Mitglieder, dass diese nachweislich einen Beitrag zur Persönlichkeitsstärkung und zur Demokratiebildung der Teilnehmenden leisten. Zusammengefasst lautet die Antwort auf die erste Frage, auf der inhaltlichen Ebene: Die Ausgestaltung des Rechtsanspruchs ist für die Szene der kulturellen Bildung ebenso wie für die Kinder in Schleswig-Holstein wichtig. Auf der organisatorischen Ebene: Wir von der LKJ sind Profis für partizipative Koordination heterogener Gruppen und das Gestalten von kreativen Prozessen und Lösungen. Wie gut sie darin sind, haben bei der Vorbereitung dieses Abends ganz besonders Kristin König, Lena Patent und Jörg Walter-Thurm gezeigt. Dafür möchte ich ihnen ganz herzlich danken.

Zur zweiten Frage:

Wie hat diese heterogene Gruppe der Veranstaltenden zusammen gefunden?

Die gesetzliche Verankerung des Anspruchs auf ganztägige Förderung von Kindern im Grundschulalter im Herbst 2021 hat in vielen Bereichen, die mit Grundschulkindern arbeiten, ambivalente Gefühle ausgelöst. Sport, Kulturelle Bildung, Jugendverbandsarbeit war bewusst: Dieses Gesetz hat das Potential, das eigene Feld grundlegend zu verändern. So wurden Fachtage veranstaltet und Positionspapiere geschrieben. Bald waren zwei Punkte klar: 1. Ohne die Wohlfahrtsorganisationen funktioniert kein Ganztagsangebot. 2. Wenn Kulturelle Bildung, Sport und Jugendverbandsarbeit eingebunden sind, wird Ganztag für die Kinder und Jugendlichen viel besser.

Anfang 2023 initiierten wir daher eine informelle Austauschrunde zum Ganztag mit Kultureller Bildung, Wohlfahrt, Sport und Jugendverbandsarbeit. Am Anfang ging es vor allem um den Informationsaustausch über den Prozess. In den regelmäßigen Videokonferenzen wuchs Vertrauen und ein Verständnis dafür, dass wir unterschiedliche Rollen im Ganztag übernehmen wollen, aber ein gemeinsames Ziel haben: Im Sinne der Kinder streben wir alle eine möglichst hohe Qualität des Ganztagsangebots überall in Schleswig-Holstein an. Was bedeutet das?

Qualität des Ganztagsangebots vom Kind aus denken

Qualität bedeutet für uns vom Kind aus gedacht: Jedes Kind kann unabhängig von der ökonomischen Situation seiner Eltern an der ganztätigen Förderung teilnehmen. Jedes Kind kann zu seinen Fachkräften Vertrauen aufbauen, weil diese langfristig im Ganztag arbeiten und entsprechend bezahlt werden. Jede Fachkraft im Ganztag ist nur für so viele Kinder zuständig, dass jedes Kind auch ruhige Momente für ein Gespräch mit seiner Vertrauensfachkraft haben kann. Jedes Kind erhält eine warme Mahlzeit in angenehmer Atmosphäre. Jedes Kind kann Rückzugs- und Ruheräume nutzen. Jedes Kind kann in Wahlangeboten aus Kultureller Bildung und Sport seine Interessen entwickeln und schärfen sowie Selbstwirksamkeit erfahren. Jedes Kind kann sich für die Hausgaben Hilfe holen. Jedes Kind kann im Rahmen von Wahlangeboten wie beispielsweise den Pfadfindern die Umgebung entdecken oder die Jugendfeuerwehr kennenlernen. Qualität bedeutet für uns außerdem, dass Kinder von halbwegs entspannten Eltern abgeholt werden, weil diese wissen, dass ihre Kinder an einem Ort sind, an dem sie sich wohlfühlen.

Daraus ergibt sich zusammenfassend auch: Um gleichwertige Lebensbedingungen in allen Landesteilen zu erreichen, müssen Rahmenbedingungen wie Betreuungsschlüssel, Mindestanforderungen an Räume und Personal ebenso wie der Anspruch auf Wahlangebote aus den Bereichen Sport und Kultureller Bildung sowie eine Anbindungsmöglichkeit für die Jugendverbandsarbeit im Landesrecht geregelt werden. Es versteht sich von selbst, dass dies auch mit einer gemeinsamen Finanzierung durch die verschiedenen Ebenen einhergehen muss.

Zur dritten Frage:

Und was ist das Ziel unserer heutigen Veranstaltung?

Wir wollen Ihnen, sehr geehrte Mitglieder des Landtags und der Landesregierung ebenso wie Ihnen geschätzten Vertreter*innen aus der kommunalen Familie, Mut machen. Mut, die ganztätige Förderung von Kindern bei den schwierigen Haushaltsberatungen hoch zu priorisieren und gemeinsam Strategien für einen erstklassigen Ganztag zu entwickeln. Denn eine qualitativ hochwertige ganztägige Förderung von Kindern im Grundschulalter hat nachweislich positive Effekte auf viele gesellschaftliche Bereiche wie Bildungsgerechtigkeit, Fachkräfte-Gewinnung, Integration, Armutsrisiko von Alleinerziehenden und Frauen im Alter sowie gesellschaftlicher Zusammenhalt, um nur einige zu nennen.

Ganztag als Katalysator für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Auf den Punkt „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ möchte ich zum Schluss meiner Redezeit noch kurz eingehen: Unsere Grundschulen sind mittlerweile die einzigen Orte, an denen Menschen aller Milieus aufeinandertreffen und zusammenarbeiten müssen. Deswegen kann ein Ganztagsangebot, das als sozialer Knotenpunkt gedacht und gelebt wird, die Wirkung eines Katalysators für gesellschaftlichen Zusammenhalt entfalten.

Wenn die Ganztagskoordination an der Schule ein Netz zu Sportvereinen, Musikschulen, Tanzschulen, Spielmannszügen, Theatern, Fab-Labs, Kommunalen Kultureinrichtungen, Jugendrotkreuz, Pfadfindern, Jugendfeuerwehr, DLRG und weiteren Akteuren knüpft, dann besteht die Chance, dass auch Kinder in Vereine und Organisationen hineinwachsen, die dort bisher nicht hingefunden hätten. Zugleich bietet es einen Ansatz für die Nachwuchsprobleme in vielen Organisationen und nimmt uns die Sorge vor dem Verlust der Grundschulkinder in den Angeboten. Weiter kann ein solches Konzept einen Beitrag leisten, das enorme Problem der Fachkräfte für den Ganztag zu entschärfen. Sicherlich kommt jetzt gleich der Einwand, dass viele dieser Angebote von Berufstätigen im Ehrenamt gemacht werden. Aber ich denke, wenn wir es wirklich wollen, ließen sich auch dafür kreative Lösungen finden. Wenn wir Ganztag nicht nur als Raum zum Abbau schulischer Defizite denken, sondern als einen sozialen Knotenpunkt, dann könnte er sich zu einem Win-Win-Win-Projekt für viele Gesellschaftsbereiche entwickeln.

Wie Holstein Kiel – in zehn Jahren in die 1. Liga

In den vergangenen Wochen wird in allen möglichen Kontexten die KSV Holstein als Beispiel herangezogen, dass man es, trotz struktureller Nachteile, in die 1. Liga schaffen kann, wenn viele Engagierte, beharrlich, mit ambitionierten Zielen, einem guten Konzept und viel Teamgeist zusammenarbeiten. Für mich, der ich in den 1990er Jahren in einem vor sich hin bröselnden Holsteinstadion davon träumte, dass in der Stadt des THW und der Baltic Hurricanes Fußball überhaupt eine größere Rolle spielt, grenzt der Aufstieg von Holstein in die 1. Fußball Bundesliga an ein Wunder. Was ich damit aber sagen möchte: Heute scheint es noch schwer vorstellbar, dass der Ganztag in Schleswig-Holstein flächendeckend im bundesvergleich in der 1. Liga spielt. Aber wir können es hinbekommen, wenn wir uns jetzt alle gemeinsam – Land, Kommunen, Wohlfahrt, Sport, Jugendverbände, Kulturelle Bildung und Schule – aufmachen und ambitionierte Ziele formulieren sowie realistische Meilensteine für die nächsten zehn Jahre entwickeln. Dann können wir es wie Holstein Kiel auch in zehn Jahren von der dritten in die 1. Liga schaffen. Unsere Kinder, deren Eltern und die positiven Effekte auf viele weitere Politikfelder unseres Bundeslandes sollten es uns wert sein. In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen inspirierenden und motivierenden Abend.

Text: Dr. Christian Schmidt-Rost

Kontakt:

LKJ SH – Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V.

„Vielfalt im Ganztag“

„Vielfalt im Ganztag“

Ein Rückblick auf den Parlamentarischen Abend am 19.06.2024

„Vielfalt im Ganztag“ – unter diesem Motto hat vergangene Woche der Parlamentarische Abend im Landeshaus stattgefunden.

Die intensive Zusammenarbeit von 21 Verbänden, Organisationen und Netzwerken machte den Parlamentarischen Abend am 19. Juni zu etwas ganz Besonderem.
Ziel war es, den Entscheider*innen in den Parlamenten sowie der Verwaltung im Land und den Kommunen Mut zu machen, der „ganztägigen Förderung von Grundschulkindern“ eine hohe Priorität einzuräumen.

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist das Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (Ganztagsförderungsgesetz – GaFöG). Ab August 2026 haben alle Kinder der ersten Klassenstufe einen Anspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung. In den Folgejahren wird der Anspruch auf die Klassenstufen 2 bis 4 erweitert, sodass ab dem Schuljahr 2029/2030 allen Kindern der ersten bis vierten Klasse der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zusteht. Mit dieser Entscheidung greift die Politik zu Recht gesellschaftliche Entwicklungen auf (wie z.B. Entlastung der Familie und Erleichterung der Erwerbsarbeit).

Eine qualitativ hochwertige ganztägige Förderung von Kindern im Grundschulalter hat nachweislich positive Effekte auf viele gesellschaftliche Bereiche wie Bildungsgerechtigkeit, Fachkräftegewinnung, Integration, Armutsrisiko Alleinerziehender und sozialen Zusammenhalt.
Wir wollen gemeinsam mit dem Land, den Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Sport, Jugendverbänden, kultureller Bildung und Schulen realistische Meilensteine für die nächsten 10 Jahre entwickeln.
Dafür war der Abend in der vergangenen Woche ein guter Auftakt. Wir freuen uns sehr, dass trotz eines EM-Spiels über 100 Personen teilgenommen haben.

Rückblick des Parlamentarischen Abends:

Nach einer Begrüßung von Dr. Christian Schmidt-Rost (Geschäftsführung LKJ SH e.V.) hielt Kristina Herbst (Landtagspräsidentin Landtag SH) ein Grußwort, in dem sie die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Ganztages hervorhob.

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Direktorin Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel) erläuterte in ihrem Impulsvortrag, wie der Weg zu einer gut strukturierten Ganztagesbetreuung gelingen kann. Zudem zeigte sie auch Herausforderungen auf, wie z.B. den Bedarf rechtlicher Klärungen. Dennoch sei dies kein Grund nicht anzufangen. Ganz im Sinne von „Fake it till you make it“, motivierte Reinwand-Weiss gemeinsam das Thema Ganztag jetzt anzugehen. Im Zeichen der EM lautete ihr Fazit: Der Ganztag sei ein Teamsport. Es ist jetzt an der Zeit gemeinsam zu trainieren, um für 2026 als Team fit zu werden und agieren zu können.

In einem Video-Blitzlicht aus der Praxis berichteten Akteur*innen von der jetzigen Situation im Ganztag und formulierten ihre Wünsche an einen künftigen Ganztag in Schleswig-Holstein.
Dieses Blitzlicht leitete eine Talk-Runde ein, in der über die Rolle von Sport, Wohlfahrt, Kultureller Bildung, Jugendverbandsarbeit in zukünftigen Ganztag gesprochen wurde.
Es diskutierten Landtagspräsidentin Herbst, Prof. Reinwand-Weiss, Ivy Wollandt (Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein), Jochen Wilms (Landesjugendring Schleswig-Holstein) und Anne Hermanns (Landesvereinigung Kultureller Kinder- und Jugendbildung) über Chancen und Herausforderungen, die aktuell im Ausbau der Ganztagsbetreuung bestehen und äußerten Forderungen gegenüber politischen Verantwortlichen die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, um individuelle Interessen und Entfaltungsmöglichkeiten von Kindern zu fördern.
Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmenden neben Snacks und Getränken im Rahmen der Ausstellung „Vielfalt der Angebote“ austauschen und diskutieren. An insgesamt 8 Themensäulen gab es einiges zu entdecken und zu besprechen.

Die Thementische präsentierten „Vielfalt der Angebote“, „Gesamtfinanzierung“, „Zusammenarbeit Schule, Anbieter Ganztag und außerschulische Akteur*innen“, „Planbarkeit“, „Festgelegte Qualitätskriterien“, „Betreuungsschlüssel“, „Räume“.
Wir danken der Gerisch-Stiftung für die Leihgabe der Ausstellungsstehlen und Susanne Günther (Kinderschutzbund SH) und Hartmut Schröder (Landesmusikrat SH) für die Moderation.
Um den Parlamentarischen Abend nachhaltig zu dokumentieren, begleitete uns Volker Sponholz und brachte wichtige Diskussionspunkte künstlerisch auf das Papier und auf den Punkt.

Beteiligt waren die folgenden Verbände, Organisationen und Netzwerke.


1 Jahr LesenetzSH – Empfang auf der Kieler Woche

1 Jahr LesenetzSH – Empfang auf der Kieler Woche

Auf der diesjährigen Kieler Woche feierten das Lesenetz SH und der Kieler Kinder- und Jugendbuchkreis am 22. Juni 2024 feierlich die Eröffnung des Bücherzeltes auf der Krusenkoppel. Ein weiterer Anlass zum Feiern war der erste Geburtstag des Lesenetzes SH, der mit einem Empfang samt selbstgebackenem Shortbread, Erdbeeren, alkoholfreiem Sekt und Limo gebührend begangen wurde.

Freunde, Förderer und Mitglieder nutzten die Gelegenheit, um sich über ihre Erfahrungen und Projekte auszutauschen. Unter den Gästen waren unter anderem Inken Gonzalez, Programmmanagerin bei coach@school e.V., Inga Feldmann, Leiterin der vhs-Kunstschule, Thilo Pfennig von der Kulturinitiative Gaarden und Angelika Rau vom Lesenetz Eckernförde. Charlotte Reimann, Koordinatorin des Lesenetzes SH, sowie Regine Dürmeyer und das Team des Kieler Kinder- und Jugendbuchkreises freuten sich über das große Interesse.

Die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher der Krusenkoppel haben noch die ganze Kieler Woche über die Möglichkeit, in rund 120 Buchtiteln zu stöbern, die das engagierte Team des Kinder- und Jugendbuchkreises zum Thema „Unterwegs“ zusammengestellt hatte. Bereits am Eröffnungstag genossen Eltern und Kinder die Atmosphäre im und um das Bücherzelt, die zum Schmökern und Verweilen einlud.

Der Empfang in Kooperation mit dem Kieler Kinder- und Jugendbuchkreis war ein voller Erfolg und zeigte, wie wichtig und wertvoll die Netzwerkarbeit für die Leseförderung ist.

Fotos: Torben Förster

Europawahl 2024

Europawahl 2024

Angebote der kulturellen Bildung aller Sparten stärken junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie eröffnen Räume, in denen junge Menschen ihre eigenen Positionen finden und verschiedene kreative Wege entwickeln können, diese auszudrücken. Damit leistet außerschulische kulturelle Bildung einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Demokratiebildung. Zugleich ist unsere offene demokratische Gesellschaft auch eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Menschen ihre Positionen kreativ ausdrücken dürfen. Deshalb haben wir auch in unserem neuen Leitbild festgehalten, dass wir für Demokratie und Freiheit auch öffentlich einstehen.

Leider ist es nicht selbstverständlich, dass unsere Gesellschaft demokratisch organisiert ist und uns – Jungen wie Älteren – die kreativen und künstlerischen Freiräume bietet.
Daher ruft die LKJ SH e.V. dazu auf, am 9. Juni an der Europawahl teilzunehmen und Parteien zu wählen, die sich für ein demokratisches Miteinander in einem gemeinsamen Europa einsetzen. Wahlberechtigt sind Menschen ab 16 Jahren mit einer EU-Staatsbürgerschaft.

Einladung zum Empfang auf der Kieler Woche

Einladung zum Empfang auf der Kieler Woche

Das Lesenetz SH feiert seinen 1. Geburtstag!

Das LesenetzSH besteht nun ein Jahr. Das wollen wir bei einem kleinen Umtrunk im Bücherzelt auf der Kieler Woche (Krusenkoppel) mit euch feiern. Dafür dürfen wir uns dankenswerterweise dem Kieler Kinder- und Jugendbuchkreis anschließen, der traditionell die Eröffnung des Bücherzeltes auf der Kieler Woche feiert.

Datum: 22. Juni 2024

Uhrzeit: 11 Uhr

Ort: Bücherzelt, Krusenkoppel, Kiel

Seit dem Gründungstreffen des Lesenetz SH im März 2023 ist viel passiert: Im Oktober trafen sich 50 Lesebegeisterte im Literaturhaus Schleswig-Holstein und tauschten sich über verschiedene Ansätze und Projekte der Leseförderung aus. Beeindruckend war zu sehen, wie viele Menschen sich ehrenamtlich in der Leseförderung engagieren. Viele wünschen sich jedoch deutlich mehr hauptamtliche Unterstützung, insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Weiterentwicklung. Dazu stehen wir aktuell in einem ersten Austausch mit den zuständigen Landesministerien (siehe hier und hier).

Neben den beiden Netzwerktreffen haben wir im vergangenen Jahr die Gründung von MENTOR – Die Leselernhelfer Kreis Plön unterstützt. Außerdem freuen wir uns über die Gründung des Lesenetzes Eckernförde!

Die Verbindung zwischen Lesenetz SH und LKJ SH e.V. hat nun auch eine neue Ebene gefunden: Charlotte Reimann, Initiatorin des Lesenetz SH, ist in den Vorstand der LKJ SH e.V. gewählt worden. 

Nun sind wir gespannt, am 22. Juni mehr von euch und euren aktuellen Projekten zu erfahren.

Über eine kurze Rückmeldung per E-Mail, ob ihr kommen könnt, freuen wir uns!

Leseförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Leseförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Foto von Johannes Albig, Charlotte Reimann und Christian Schmidt-Rost (v.l.n.r.) im Sozialministerium

Wir vom Lesenetz SH haben eine Vision – die Vision, dass jedes Kind in Schleswig-Holstein lesen kann! Aktuell ist das leider nicht so. 25% aller Viertklässler können nicht sinnentnehmend lesen. Das ist gravierend, denn Lesekompetenz ist die Grundlage für den weiteren Bildungserfolg.

Geringe Lesekompetenz hängt auch damit zusammen, dass es immer weniger Eltern schaffen, ihren Kindern regelmäßig vorzulesen. Kita und Schule können dies nicht allein auffangen. Ehrenamtliche und außerschulische Angebote spielen hier eine wichtige Rolle. Leseförderung muss heute als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden.

Wie diese Angebote noch besser unterstützt und vernetzt werden können, darüber haben LKJ-Geschäftsführer Christian Schmidt-Rost und LKJ-Vorstandsmitglied Charlotte Reimann vergangene Woche mit Johannes Albig, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung gesprochen. Vielen Dank für den inspirierenden Austausch!

Das Lesenetz SH ist eine Initiative der LKJ SH. Es vernetzt landesweit Leseförderinitiativen und eröffnet analoge und digitale Räume, in denen sich Engagierte gegenseitig inspirieren, unterstützen und voneinander lernen können. Zudem setzt sich das Lesenetz SH für eine bessere Leseförderung in der außerschulischen Bildung sowie in Kita und Schule ein. 

Newsletter 02/2024

Newsletter 02/2024

*|MC:SUBJECT|*
Informationen der LKJ SH e.V. zum Thema „Kulturelle Bildung“. Zur besseren Ansicht bitte die Bilder laden.
Diesen Newsletter im Browser öffnen
Newsletter 02/2024
Die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V. (LKJ SH e.V.) informiert Sie vierteljährlich mit einem umfassenden Newsletter über Aktivitäten und Termine der LKJ SH e.V. und ihrer Mitglieder.
 Der heutige Newsletter hält folgende Informationen für Sie bereit: 
Aktuelles aus der Geschäftsstelle
Liebe Newsletter-Lesende,

Angebote der kulturellen Bildung aller Sparten stärken junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie eröffnen Räume, in denen junge Menschen ihre eigenen Positionen finden und verschiedene kreative Wege entwickeln können, diese auszudrücken. Damit leistet außerschulische kulturelle Bildung einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Demokratiebildung. Zugleich ist unsere offene demokratische Gesellschaft auch eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Menschen ihre Positionen kreativ ausdrücken dürfen. Deshalb haben wir in unserem neuen Leitbild festgehalten, dass wir für Demokratie und Freiheit auch öffentlich einstehen.

Leider ist es nicht selbstverständlich, dass unsere Gesellschaft demokratisch organisiert ist und uns – Jungen wie Älteren – die kreativen und künstlerischen Freiräume bietet. Daher ruft die LKJ SH e.V. dazu auf, am 9. Juni an der Europawahl teilzunehmen und Parteien zu wählen, die sich für ein demokratisches Miteinander in einem gemeinsamen Europa einsetzen. Wahlberechtigt sind Menschen ab 16 Jahren mit einer EU-Staatsbürgerschaft. Mehr Informationen zur Europawahl finden sich beispielsweise auf der Seite wahl-o-mat.de.
Ich wünsche Ihnen einen kreativen Sommer und viel Freude beim Lesen unseres Newsletters mit Berichten aus den Freiwilligendiensten, zum LesenetzSH, Entwicklungen rund um den Ganztag sowie Neuigkeiten von der Servicestelle „Kultur macht stark“ Schleswig-Holstein.

Mit besten Grüßen
Dr. Christian Schmidt-Rost
Ganztägige Förderung von Grundschulkindern in Schleswig-Holstein
Seit 2022 engagiert sich die LKJ SH e.V. gemeinsam mit vielen anderen Verbänden dafür, dass das außerunterrichtliche Angebot an offenen Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein einem hohen pädagogischen Anspruch gerecht wird. Dazu gehört auch ein vielfältiges Angebot, aus dem die Kinder auswählen können – mit einem relevanten Anteil kultureller Bildung. In diesem Zusammenhang hat die LKJ SH e.V. seit einem guten Jahr eine Vernetzungsrolle auch über das Feld der kulturellen Bildung hinaus entwickelt: So organisiert sie gemeinsam mit 17 weiteren Landesverbänden aus Wohlfahrt, Sport, kultureller Bildung und Jugendverbandsarbeit einen Parlamentarischen Abend am 19. Juni 2024.
In diese Veranstaltung fließen auch die vielfältigen Impulse aus den Treffen der vergangenen Wochen und Monate ein, wie z.B. im Rahmen der Regionalkonferenzen, des Fachgesprächs im Bildungsausschuss, der Sitzung der IMAG Ganztag, der Sitzung der AG politische Jugendbildung sowie der Gespräche mit Mitarbeitenden der Ministerien und Mitgliedern des Landtags. 
Vor allem soll der Abend im Landeshaus verdeutlichen, welche positive Wirkung ein wertvolles Ganztagsangebot auf die Gesellschaft haben wird und dass sich Schleswig-Holstein als Land zur Zukunftsinvestition „Ganztag“ bekennen muss.
Ministerin Prien lobt Engagement für außerschulische Leseförderung in Schleswig-Holstein 
Vertreter*innen des LesenetzSH und der LKJ SH e.V. trafen sich am 24. April mit Ministerin Karin Prien im Bildungsministerium. Charlotte Reimann (Initiatorin LesenetzSH), Regine Dürmeyer (Kieler Kinder- und Jugendbuchkreis) und Linda Hartwig (Junges Literaturhaus Schleswig-Holstein) stellten die Vernetzungsarbeit des LesenetzSH vor und machten deutlich, dass diese Arbeit langfristig nicht nur ehrenamtlich geleistet werden kann.
Dr. Christian Schmidt-Rost und Anne Hermans zeigten auf, warum die LKJ SH e.V. gerne als institutionelles Dach für die außerschulische Leseförderung im Land zur Verfügung steht: „Wir wollen erstens die Begeisterung für das Lesen, Schreiben und Erzählen mit anderen Menschen teilen. Zweitens sehen wir im Lesen, Schreiben und Erzählen unabdingbare Grundkompetenzen für gesellschaftliche Teilhabe, die jeder Mensch erlernen können muss.“ Im Zuge des Gesprächs wurde vereinbart, gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, in der schulische und außerschulische Leseförderung gemeinsam noch mehr Wirksamkeit entfalten können. 
Mitgliederversammlung 2024 mit Vorstandswahl – Danke Karsten Biermann für sechs Jahre Vorstandsvorsitz der LKJ SH e.V.
Am 24. Mai fand in Kiel die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Das Team aus Vorstand und Geschäftsstelle berichtete von einem herausfordernden aber auf vielen Ebenen erfolgreichen Jahr 2023. Im Mittelpunkt stand die Wahl eines neuen Vorstands: Karsten Biermann trat nach sechs Jahren nicht mehr als Vorsitzender an. Karsten hat die LKJ SH e.V. in den vergangenen Jahren durch unruhige See gesteuert. Dafür sprachen ihm Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen ebenso wie die Mitarbeitenden ihren herzlichen Dank aus. 

Der neugewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
  • 1. Vorsitzende: Anne Hermans (Geschäftsführerin musiculum)
  • 2. Vorsitzender: Sönke Ehlers (stellvertretender Pressesprecher Landtag Schleswig-Holstein)
  • Schatzmeister: Lars Ekelöf (LAG Jugendmusik)
  • Beisitzende: Charlotte Reimann (Initiatorin LesenetzSH), Ingo Mertins (Landesverband Jugend und Film SH), Tomasz Pancewicz (Landesverband der Musikschulen SH) und Martina Wittmaack (LAG Kunst SH)
  • Beraterin des Vorstands: Andrea Körtzinger
Aktuelles von der Servicestelle „Kultur macht stark“
Digitale Infoveranstaltung 
Sie planen ein Projekt für 2025 – ob im Frühjahr oder erst im Sommer des nächsten Jahres? Dann kommen Sie gern zur digitalen Informationsveranstaltung „20 Fristen für 25“, die am 11. Juni 2024 von 15:00 bis 17:00 Uhr stattfindet. Die bundesweiten Beratungs- und Servicestellen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ bieten Ihnen einen kompakten Überblick zu allen Herbst-Fristen in 2024.
Sie erhalten Einblicke in die allgemeinen Förderbedingungen und -konzepte der Programmpartner, die teilweise auch spartenübergreifend fördern. So bekommen Sie einen guten Überblick, wie viele Programmpartner für eine Förderung Ihres Projektes in 2025 infrage kommen. Die Vorstellungen der Förderkonzepte erfolgt nach den jeweiligen Fristen im Herbst. Zudem werden einige gelungene und kreative Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Wir beenden die Veranstaltung mit einem kurzen Blick in die Zukunft und dem, was Sie bis zur Antragstellung beachten müssen. Anmeldung bitte bis 10.06.2024 (12:00 Uhr) unter dem folgendem Link: Anmeldung
Digitale SPRECHSTUNDE: Kulturförderung
Planen Sie ein Projekt gemeinsamen mit unseren dänischen Nachbar*innen? Am 12. Juni ist Julia Bick vom Regionskontor & Infocenter Sønderjylland-Schleswig in der „SPRECHSTUNDE: Kulturförderung“ zu Gast und stellt mit dem Bürgerprojektefonds Fördermöglichkeiten für bürgernahe deutsch-dänische Projekte und Begegnungen vor: Der Bürgerpool unterstützt größere Projekte (Projektvolumen bis 100.000 Euro). Mit dem Transportpool werden Begegnungen zwischen deutschen und dänischen Kindern und Jugendlichen gefördert und der Netzwerkpool unterstützt Aktivitäten, die neue Netzwerke von Vereinen und anderen Interessengruppen generieren.
Zudem stellen die Servicestelle „Kulturförderung SH“ (Annika Flüchter) und die Servicestelle „Kultur macht stark“ SH (Kristin König) jeweils komprimiert aktuelle sowie anstehende (Projekt-)Ausschreibungen in den Bereichen Kultur und kulturelle Bildung vor. Die Anmeldung ist bis zum 11.06.24 unter folgendem Link möglich: https://kulturmachtstark-sh.de/events/sprechstunde120624/.
Neue Webseite 
Die neue Webseite der Servicestelle „Kultur macht stark“ Schleswig-Holstein ist jetzt online: Das Besondere an der neuen Seite ist die Rubrik Antragsfristen, die es den Besucher*innen erstmals ermöglicht, die zahlreichen „Kultur macht stark“-Fristen der Programmpartner nach Kulturbereichen zu filtern. Zudem können sich interessierte Personen nun direkt über die Webseite zu den Veranstaltungen der Servicestelle anmelden, so dass der Anmeldeprozess nicht mehr über Email erfolgen muss. Des Weiteren finden sich auf der Webseite übersichtlich aufgearbeitet Informationen zum Bundesförderprogramm, zum Antragsverfahren sowie ein Material-Pool mit nützlichen Dokumenten und Informationen. Schauen Sie gerne vorbei! 
Aktuelles von den Freiwilligendiensten
Jubiläum: 60 Jahre FSJ
Das Jahr 2024 sollte für die Freiwilligendienste eigentlich ausschließlich ein Jahr zum Feiern werden: Das FSJ wird 60 Jahre alt. Am 29.04.1964 wurde das Gesetz zur Förderung eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) vom Bundestag verabschiedet und seither engagieren sich jedes Jahr zehntausende junge Menschen in den unterschiedlichsten Bereichen.
Leider ist der Freiwilligendienst trotz seines Erfolges und der ungemindert großen Nachfrage massiv von Kürzungen bedroht: Der Bundeshaushalt, aus dem der Großteil der Kosten für die pädagogische Begleitung und die gesetzlich verpflichtenden Seminare gedeckt werden, sieht Kürzungen von 7,5 Prozent für den neuen FSJ-Jahrgang, der ab Sommer 2024 startet, und von 25 Prozent für den Bundesfreiwilligendienst ab Anfang 2025 vor. Für den Jahrgang ab Sommer 2025 stehen im FSJ sogar Kürzungen von 35 Prozent gegenüber 2023/2024 im Raum.
 
Die geplanten Kürzungen werden die Zahl der Plätze in den Freiwilligendiensten deutlich reduzieren, die Vielfalt der Einsatzstellen einschränken und die erreichbaren Zielgruppen verkleinern. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem unsere Gesellschaft mehr denn je darauf angewiesen ist, dass junge Menschen sich beruflich orientieren und sich im Kontext von Demokratie, Zusammenhalt und Engagement ausprobieren und bilden können.
Das FSJ Kultur gibt es immerhin schon seit 23 Jahren. Und wir hoffen sehr, dass wir zum 25-jährigen Jubiläum in 2026 sagen können: Die Kürzungen wurden zurückgenommen und vielmehr gibt es jetzt für alle jungen Menschen ein Recht auf einen Freiwilligendienst.
In diesem Sinne werden uns weiterhin mit vollem Engagement auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass alle jungen Menschen die Chance bekommen einen Freiwilligendienst zu machen und freuen uns dabei sehr über jegliche Unterstützung.
Einblicke in die Freiwilligendienste Kultur und Bildung
Im März bzw. April standen für die Freiwiliigen die beiden Großseminare (70 Teilnehmende) an, bei denen jeweils zwei Seminargruppen gemeinsam eine Woche in der IBJ Scheersberg verbringen. So gibt es für alle nochmal die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen, sich auszutauschen und gemeinsam kreativ zu werden. Das haben die Freiwilligen intensiv genutzt und in den verschiedenen, von Profis angeleiteten, Workshops sowohl einzeln wie auch in Kleingruppen beeindruckende Ergebnisse erarbeitet. Es wurden Kunstwerke aus Holz und Stein erstellt, Songs geschrieben und performt, getanzt, gezeichnet, geschrieben, gesprüht, Filme gedreht, Theater gespielt. Zum Abschluss konnten diesmal auch die Einsatzstellen ein bisschen Seminarluft schnuppern und sich von den Präsentationen begeistern lassen.
Die Vertreter*innen der Einsatzstellen hatten im April zudem die Möglichkeit, sich kennenzulernen und auszutauschen. Im Rahmen von fünf regionalen Einsatzstellen-Treffen informierte das Team der LKJ SH e.V. über Aktuelles aus den Freiwilligendiensten. Es wurden aber auch Ideen geteilt, Herausforderungen besprochen und Wünsche für Fortbildungen gefunden. Vielen Dank an alle, die teilgenommen haben und vor allem an die Einsatzstellen, die uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben.  
Wir freuen uns, viele Vertreter*innen aus den Einsatzstellen bei unserer Auftaktveranstaltung am 5. September im Hohen Arsenal in Rendsburg wieder zu sehen, bei der wir im feierlichen Rahmen die aktuellen Freiwilligen verabschieden und den neuen Jahrgang begrüßen werden.
Noch freie Plätze im Freiwilligendienst ab September 2024
Ein paar Einsatzstellen sind noch nicht besetzt für den neuen Freiwilligendienste-Jahrgang. Auf der digitalen Landkarte finden sich alle Einsatzplätze, die weiterhin offen für Bewerbungen sind. Bei Fragen steht das Team der Freiwilligendienste zur Verfügung: Per Mail unter freiwilligendienste@lkj-sh.de oder telefonisch: 04331 1349417.
Das Jahr im Freiwilligendienst kurz zusammengefasst: Es ist auf 12 Monate ausgelegt, es besteht Anspruch auf 30 Tage Urlaub, das Taschengeld beträgt 435 Euro, die Freiwilligen* sind sozialversichert, bekommen weiterhin Kindergeld und eine Anerkennung des FSJ als praktischen Teil der Fachhochschulreife ist möglich.
Wissenswertes
  • Das Sozialministerium hat eine überarbeitete Auflage der Broschüre Freiwilligendienste in Schleswig-Holstein herausgegeben, die allen Interessierten einen breiten Überblick über die Vielfalt an Freiwilligendiensten gibt und wichtige Informationen bündelt.
     
  • Die LAG Tanz Schleswig-Holstein e.V. sucht Gruppen, die Lust haben, bei der Tanzgala am 23. November in Neumünster ihr Können auf einer großen Bühne zu präsentieren. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier.
     
  • Bei MIXED UP werden Bildungskooperationen zwischen Akteur*innen Kultureller Bildung und Schulen, Ganztagsträgern oder Kindertagesstätten ausgezeichnet. Neu: Ab 2024 sind auch Ideen für außergewöhnliche Kooperationen von morgen gefragt, die eine Förderung zur Umsetzung benötigen. Bewerbungen können bis zum 31. Juli 2024 eingereicht werden. 
     
  • Junge Medienmacher*innen (bis 25 Jahre) können sich wieder am Deutschen Multimediapreis mb21 beteiligen. Der bundesweite Kreativwettbewerb prämiert digitale, netzbasierte und interaktive Projekte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Geldpreisen. Einsendeschluss ist der 5. August 2024, das Jahresthema ist „ICare!“.
     
  • MuseumsCard: Vom 06. Juni bis zum 17. November 2024 öffnen über 130 Museen in Schleswig-Holstein wieder ihre Türen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die MuseumsCard gibt es ab dem 06. Juni digital als WebApp unter meine-museumscard.de oder zum Abholen u.a. bei den teilnehmenden Museen, den Sparkassen, dem Landesjugendring und in vielen Tourist-Informationen und Büchereien.
     
  • Junge Musiker*innen zwischen 11 und 21 Jahren aus dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland können sich bis zum 31. Juli 2024 für das Treffen junge Musikszene 2024 bewerben. 
     
  • Vom 6. bis 9. Juni 2024 finden die Wahlen zum Europäischen Parlament in den 27 EU-Mitgliedstaaten statt. Aufgrund der Bedeutung des Europäischen Parlaments für die Kultur in Europa und in Deutschland hat der Deutsche Kulturrat sechs Forderungen formuliert.
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Interessierte an kultureller Kinder- und Jugendbildung

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