Europawahl 2024

Europawahl 2024

Angebote der kulturellen Bildung aller Sparten stärken junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie eröffnen Räume, in denen junge Menschen ihre eigenen Positionen finden und verschiedene kreative Wege entwickeln können, diese auszudrücken. Damit leistet außerschulische kulturelle Bildung einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Demokratiebildung. Zugleich ist unsere offene demokratische Gesellschaft auch eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Menschen ihre Positionen kreativ ausdrücken dürfen. Deshalb haben wir auch in unserem neuen Leitbild festgehalten, dass wir für Demokratie und Freiheit auch öffentlich einstehen.

Leider ist es nicht selbstverständlich, dass unsere Gesellschaft demokratisch organisiert ist und uns – Jungen wie Älteren – die kreativen und künstlerischen Freiräume bietet.
Daher ruft die LKJ SH e.V. dazu auf, am 9. Juni an der Europawahl teilzunehmen und Parteien zu wählen, die sich für ein demokratisches Miteinander in einem gemeinsamen Europa einsetzen. Wahlberechtigt sind Menschen ab 16 Jahren mit einer EU-Staatsbürgerschaft.

Mitgliederversammlung 2024 der LKJ SH e.V.

Mitgliederversammlung 2024 der LKJ SH e.V.

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl

Am 24. Mai fand in Kiel die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Das Team aus Vorstand und Geschäftsstelle berichtete von einem herausfordernden aber auf vielen Ebenen erfolgreichen Jahr 2023. Im Mittelpunkt standen aber die Wahl eines neuen Vorstands.

Verabschiedung Vorstandsvorsitz Karsten Biermann

Karsten Biermann trat nach sechs Jahren nicht mehr als Vorsitzender an. Karsten hatte die LKJ SH e.V. in den vergangenen Jahren durch unruhige See gesteuert. Dafür sprachen im Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen ebenso wie die Mitarbeitenden ihren herzlichen Dank aus.

Neuer Vorstand gewählt

Als neue 1. Vorsitzende wurde Anne Hermans gewählt. Sie ist Geschäftsführerin des Projekts musiculum Kiel der Stiftung Jovita und engagiert sich bereits seit 2021 im Vorstand der LKJ SH e.V. Als neuen 2. Vorsitzenden konnten wir Sönke Ehlers gewinnen. Er ist stellvertretender Pressesprecher des Schleswig-Holsteinischen Landtags. Seine Erfahrungen in den Freiwilligendiensten Kultur und Bildung als Freiwilliger, Teamer und Mitarbeiter einer Einsatzstelle wird er gerne in die Vorstandsarbeit einbringen. Als Schatzmeister wurde Lars Ekelöf wiedergewählt. Er ist im Hauptamt Einkäufer bei einem Medizinunternehmen und Vorstand der LAG Jugendmusik.

Als Beisitzende wurden zudem gewählt: Charlotte Reimann, Leiterin der Freiwilligenzentrums Kreis Plön, Mitglied der Geschäftsführung der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa) SH und Initiatorin des LesenetzSH. Als Vorstandsmitglied wird sie diese Initiative weiterbetreuen. Ingo Mertins wurde wiedergewählt. Er ist im Hauptberuf Bildungsreferent auf dem Scheersberg und vertritt im Vorstand den Landesverband Jugend und Film SH. Neu gewählt wurde auch Tomasz Pancewicz, Geschäftsführer der Musikschule Rendsburg. Andrea Krötzinger unterstützt die Vorstandsarbeit in Zukunft als von der Mitgliederversammlung gewählte Beraterin. Martina Wittmacks Wahlperiode endet erst 2025.

Hauptamtliche und Ehrenamtliche freuen sich sehr auf das gemeinsame Engagement für die kulturelle Bildung in Schleswig-Holstein.

v.l. Martina Wittmaack, Ingo Mertins, Charlotte Reimann, Anne Hermans, Sönke Ehlers, Lars Ekelöf, Tomasz Pancewicz

Das LesenetzSH zu Besuch im Ministerium

Das LesenetzSH zu Besuch im Ministerium

Bildungsministerin Karin Prien drückt ihre Anerkennung für die ehrenamtliche Leseförderarbeit sowie die landesweite Vernetzungsarbeit des LesenetzSH aus.

v.l.n.r. Anne Hermann, Charlotte Reimann, Karin Prien, Linda Hartwig, Christian Schmidt-Rost, Regine Dürmeyer, Sabine Böttcher, Dörte Törper

Vertreter*innen des LesenetzSH und der LKJ SH e.V. trafen sich am 24. April mit Ministerin Karin Prien im Bildungsministerium. Charlotte Reimann (Initiatorin LesenetzSH), Regine Dürmeyer (Kieler Kinder- und Jugendbuchkreis) und Linda Hartwig (Junges Literaturhaus Schleswig-Holstein) stellten die Vernetzungsarbeit des LesenetzSH vor und machten deutlich, dass diese Arbeit langfristig nicht nur ehrenamtlich geleistet werden kann.

Dr. Christian Schmidt-Rost und Anne Hermans zeigten auf, warum die LKJ SH e.V. gerne als institutionelles Dach für die außerschulische Leseförderung im Land zur Verfügung steht: „Wir wollen Erstens die Begeisterung für das Lesen, Schreiben und Erzählen mit anderen Menschen teilen. Zweitens sehen wir im Lesen, Schreiben und Erzählen unabdingbare Grundkompetenzen für gesellschaftliche Teilhabe, die jeder Mensch erlernen können muss.“

Im Zuge des Gesprächs wurde vereinbart, gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, in der schulische und außerschulische Leseförderung gemeinsam noch mehr Wirksamkeit entfalten können. 

Die LKJ SH e.V. trägt das überwiegend ehrenamtlich organisierte LesenetzSH. Es ist ein loser Zusammenschluss von Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen, die Menschen für das Lesen, Erzählen und Schreiben begeistern wollen.

Kürzungen in den Freiwilligendiensten für den Jahrgang 2024/25

Kürzungen in den Freiwilligendiensten für den Jahrgang 2024/25

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Über 10 Prozent der Einsatzstellen können nicht besetzt werden

Trotz der Rücknahme der Kürzungen im Bundeshaushalt 2024 kommt es zu realen Kürzungen der Plätze für das FreiwilligeSoziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst im Freiwilligen-Jahrgang 2024/25. Die LKJ SH e.V. kann im kommenden Jahr mehr als 10 Prozent der Einsatzstellen nicht besetzen, weil die Förderung des Bundes gekürzt wurde. Dr. Christian Schmidt-Rost, Geschäftsführer der LKJ SH e.V., erklärt: „Das ist sehr bitter für unsere Koordinatorinnen, die alle Stunden reduzieren müssen und damit Gehaltseinbußen erfahren. Kündigungen können wir gerade eben so vermeiden. Vor allem ist es aber sehr enttäuschend für die jungen Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten wollen, und die Einsatzstellen. Denn das Interesse von jungen Menschen und Einsatzstellen am Freiwilligendienst in Schleswig-Holstein war ohnehin schon größer als die Zahl der Freiwilligendienstplätze, die zur Verfügung standen“. Im folgenden Interview erläutert Schmidt-Rost, die Auswirkungen noch etwas genauer.

Wie sind die Kürzungen zu erklären, wo doch die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt 2024 zurückgenommen wurden?

Das zentrale Problem ist, dass die Freiwilligendienste in der Regel von September bis August des Folgejahres laufen und der Bundeshaushalt pro Kalenderjahr aufgestellt wird. Leider konnte sich das Bundeskabinett nicht darauf einigen, auch in der mittelfristigen Finanzplanung die Kürzungen der Gelder für die Freiwilligendienste für das Haushaltsjahr 2025 zurückzunehmen. Das führt dazu, dass das zuständige Bundesministerium, nur so viele Freiwilligenplätze für den im September startenden Jahrgang finanzieren kann, wie sie auch nach aktueller Finanzplanung in 2025 bezahlen können. Denn es muss sichergestellt sein, dass alle Freiwilligen, die einen Dienst beginnen, diesen auch beenden können.

Wofür werden denn die Fördermittel aus dem Bundeshaushalt überhaupt gebraucht?

Im Jugendfreiwilligendienst sind neben der Engagement-Zeit in der Arbeitsstelle auch 25 verpflichtende Seminartage gesetzlich vorgeschrieben. Diese organisieren wir als LKJ SH e.V. für die Freiwilligen, die ihren Dienst in den Bereichen Kultur, Politik und Bildung absolvieren Außerdem begleiten unsere Koordinatorinnen die Freiwilligen und die Einsatzstellen durch das Freiwilligenjahr. Das Freiwilligenjahr beginnt mit der Planung im Dezember des Vorjahres. Da wird abgefragt, ob die Einsatzstellen im folgenden Jahrgang dabei sein wollen. Bis Januar aktualisieren die Einsatzstellen dann ihre Profile auf der Internetplattform freiwilligendienste-kultur-bildung.de. Ab 15. Januar werden die Stellen freigeschaltet und junge Menschen können ihre Bewerbung für bis zu sechs Stellen ausfüllen. Ab Ende März sichten die Einsatzstellen die Bewerbungen und vereinbaren Kennenlerngespräche mit den jungen Menschen. Im Mai werden die Verträge zwischen Einsatzstelle, Freiwilligen und LKJ SH e.V. erstellt und unterschrieben. Es ist quasi eine Dreiecksbeziehung, die da vereinbart wird. Im September, nach zehn Monaten Vorbereitung, starten die Freiwilligen dann schließlich in den Einsatzstellen. In der Regel treffen sich die Freiwilligen im Oktober zu ihrem ersten Seminar für eine Woche auf in der IBJ Scheersberg. Weitere einwöchige Seminare folgen im Januar, März und zum Abschluss im Juni/Juli. Dazwischen können die Freiwilligen noch aus weiteren Bildungsangeboten auswählen und kommen so auf 25 Seminartage. Zwischen November und März besuchen unsere Koordinatorinnen einmal alle Freiwilligen in ihrer Einsatzstelle. Dort führen sie ein Gespräch mit ihnen und den Verantwortlichen in den Einsatzstellen. Aber auch jenseits dessen sind die Koordinatorinnen immer als Ansprechpartnerinnen bereit, Unabhängig davon stehen die Koordinatorinnen immer als Ansprechpartnerinnen bereit, wenn es einmal zwischen Einsatzstelle und Freiwilligen nicht so laufen sollte. Die Arbeitszeit der Koordinatorinnen sowie die Kosten, die durch die Bildungstage entstehen, werden zu wesentlichen Teilen durch die Förderung des Bundes gedeckt. Zudem erhalten wir  noch etwas Unterstützung vom Land Schleswig-Holstein. Weil die öffentliche Förderung aber in den letzten Jahren gleichgeblieben ist und die Kosten massiv gestiegen sind, müssen wir nun auch die Einsatzstellen noch mehr an den Kosten für das gesetzlich vorgeschriebene pädagogische Begleitprogramm beteiligen.

Sie sprachen gerade davon, dass die Bewerbungsphase bis Ende März geht. Können sich junge Menschen jetzt noch für einen Freiwilligendienst bewerben?

Ja, das Portal ist noch offen und junge Menschen können sich sehr gerne noch anmelden und bei Einsatzstellen bewerben. Ohnehin ist der Gesamtprozess dieses Jahr etwas verschoben, weil wir aufgrund der späten Verabschiedung des Bundeshaushalts erst diese Woche erfahren haben, wie groß unser Kontingent für den Jahrgang 2024/25 ist. Die damit verbundenen Unsicherheiten waren für alle Beteiligten äußerst nervenzehrend.

Gilt das eigentlich nur für die Freiwilligendienste im Bereich Kultur und Bildung?

Nein, alle Träger von Freiwilligendiensten – also auch in der Wohlfahrt, Jugendhilfe, Sport – sind von diesen Kürzungen betroffen. Vielen Dank für das Gespräch.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Dr. Christian Schmidt-Rost

Weitere Hintergrundinformationen zu Finanzbedarfen der Freiwilligendienste

Die LKJ SH e.V. zeigt sich erfreut über den Landtagsbeschluss „Chancen des Ganztagsausbaus für kulturelle Bildung und Sport nutzen“ (TOP 12+27)

Die LKJ SH e.V. zeigt sich erfreut über den Landtagsbeschluss „Chancen des Ganztagsausbaus für kulturelle Bildung und Sport nutzen“ (TOP 12+27)

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Die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein (LKJ SH) e.V. ist froh und dankbar, dass in der Plenardebatte des Schleswig-Holsteinischen Landtags am Freitag, den 23. Februar 2024, fraktionsübergreifend anerkannt wurde, dass guter Ganztag nur in guter Zusammenarbeit zwischen Schule und den außerschulischen Akteuren aus kultureller Bildung, Sport, Jugendverbandsarbeit und Wohlfahrtsverbänden möglich ist. Dass im beschlossenen Antrag ein Umgang auf Augenhöhe zwischen Schule und den außerschulischen Akteuren eingefordert wird, war besonders erfreulich.

Die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ SH) e.V. sieht diesen Landtagsbeschluss auch als Ergebnis ihres unermüdlichen Einsatzes für einen guten Ganztag in den vergangenen zwei Jahren: Bereits im April 2022 hatten die LKJ SH e.V., die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Schleswig-Holstein e.V. und der Landesverband der Musikschulen Schleswig-Holstein e.V. gemeinsam das große Austauschforum „Der Ganztag kommt – Lasst ihn uns gestalten!” veranstaltet. Dieses richtete sich an ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende in der kulturellen Bildung, schulische Lehrkräfte und (sozial)pädagogische Mitarbeitende im Ganztag sowie Verantwortliche aus Politik und Verwaltung.

Die Ergebnisse des Austauschforums fassten die drei Verbände im gemeinsamen Positionspapier „Kulturelle Bildung im Ganztag“ zusammen. Anschließend wurde dieses Positionspapier bereits im Herbst 2022 an die Verantwortlichen im Parlament und in den Ministerien verschickt. Daraus resultierten viele Gespräche mit Mitgliedern des Schleswig-Holsteinischen Landtags sowie im Dezember 2023 schließlich auch mit dem MBWFK.

„Dass dieser lange Austauschprozess nun dazu geführt hat, dass der Landtag die Chance anerkennt, die der Ausbau des Ganztags gemeinsam mit den außerschulischen Akteuren aus kultureller Bildung, Sport, Jugendverbandsarbeit und politischer Bildung sowie den Wohlfahrtverbänden bietet, freut uns ungemein“, sagt Dr. Christian Schmidt-Rost, Geschäftsführer der LKJ SH e.V. „Wir wollen uns zudem konstruktiv in die Arbeitsgruppe „Ganztag“ des MBWFK einbringen, in der die kulturelle Bildung und der Sport nun auch jeweils mit einem Sitz vertreten sein werden“, fügt er hinzu.

Nach der grundsätzlichen Anerkennung der Bedeutung der Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Akteuren geht es nun darum, gemeinsam einen Rahmen zu entwickeln, der eine einfache Kooperation ermöglicht, um die Qualität der Betreuungsangebote an den Grundschulen Schleswig-Holsteins zu stärken. Dafür müssen neben dem Anspruch an die inhaltliche Qualität, auch organisatorische Fragen und die finanzielle Ausstattung geklärt werden. „Momentan funktioniert kulturelle Bildung im Ganztag eigentlich nur, wenn die Workshopleitungen das Geld mitbringen. Das heißt, sie beantragen Fördermittel bei Bundesprogrammen wie „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ oder bei Stiftungen. Wir wünschen uns, dass die Grundfinanzierung des Ganztags zukünftig ermöglicht, Fachkräfte der kulturellen Bildung einfach zu bezahlen“, so Christian Schmidt-Rost.

„Manchmal ist es schwer die Vielfalt kultureller Bildung auf den Punkt zu bringen, aber es ist für jeden etwas dabei“, meint Schmidt-Rost, denn zur kulturellen Bildung gehören beispielsweise Angebote ganz verschiedener Sparten – von A wie Akrobatik, über B wie Bandprobe, C wie Comic zeichnen, F wie Filme drehen, I wie Improvisation, K wie Kreatives Schreiben, M wie Musikinstrumente lernen, S wie Spiele programmieren, T wie Tanz und Theater, V wie Visual Arts bis zu Z wie Zirkus. Allen Angeboten aus dem Bereich der kulturellen Bildung ist gemein, dass sie bei den Interessen und Stärken der Kinder ansetzen, verbunden mit einer Grundhaltung des Zutrauens. So ermöglichen sie vielen jungen Menschen Erfolgserlebnisse und Selbstwirksamkeitserfahrungen. Diese stärken sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Zudem erfahren die Kinder wie demokratische Aushandlungsprozesse funktionieren.

Deshalb sind die LKJ SH e.V., der Landesverband der Musikschulen Schleswig-Holstein e.V. und die LAG Soziokultur Schleswig-Holstein e.V. überzeugt: „Guter Ganztag kann nur mit kultureller Bildung gelingen. Deshalb müssen Land, Kommunen und außerschulische Akteure jetzt gemeinsam im nächsten Schritt Strukturen schaffen, die es ermöglichen, hochwertige Angebote der kulturellen Bildung und des Sports in das Ganztagsangebot an allen Grundschulen des Landes einzubeziehen.“

Weitere Informationen finden Sie auf der Unterseite KuBi im Ganztag.

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